Falstaff Gourmetclub – Oberforsthof Alm

Falstaff Gourmetclub – Oberforsthof Alm

16. Juni 2020 0 Von katrinsonne

Heute in Salzburg im Restaurant Oberforsthof Alm

  • 90 Punkte
  • Essen 45/50
  • Service 18/20
  • Weinkarte 18/20
  • Ambiente 9/10
  • 3 Falstaff Gabeln

Sehr angenehm willkommen fühlten wir uns, als wir vorneweg eine gedruckte riesige Karte bekamen, mit dem vorgeschlagenen Menü und den dazu passenden Weinen. Wir hatten auch die Möglichkeit Gerichte auszutauschen, was wir nicht wollten, wir probieren einfach alles mal. Alle Weine kommen quer aus Österreich, auch dass fanden wir gut.

Mit dem (hier inklusiven) Aperitif starteten wir bei einer fantastischen Aussicht in herzlichster Atmosphäre. Der Prosecco mit Früchten wurde begleitet von einer Frühlingsrolle auf Asiagemüse, serviert auf einer warmen Schieferplatte. Dazu gab es eine schaumige Currysuppe.

Der nun servierte Wein aus der Wachau, war ein Veltliner, welcher aber weniger als erwartet sauer war. Unglaublich süffig und gut, kein Wunder das das ihr Hauswein ist. Dazu wurde uns eine warme Forelle mit Wildkräutern und einem Fenchel/Gurkensalat serviert. Für mich das Highlight des Abends. Der Salat ein Gedicht. Alles so passend und harmonisch. Auch der Wein passte perfekt.

Apropos Weine – diese standen alle neben unserem Tisch, gekühlt, was gekühlt gehört und ein deutlichen Zeichen der Wertschätzung. Frisch geöffnet und sehr wohlwollend gefüllte Gläser.

Die Suppe, also vornehm ausgedrückt die Consommée vom Bio Almochsen mit Schlutzkrapfen wurde begleitet von einem Sauvignon Blanc. Der Veltliner stand ja noch auf dem Tisch und man konnte richtig gut ausprobieren wie beide Weine harmonierten, also der Sauvignon harmonierte, der Veltliner ging gar nicht. Die Suppe fand mein Mann super lecker, mir war sie zu würzig, nicht salzig, richtig würzig. Ich ließ daher viel stehen, aber nur weil ich es nicht so mochte.

Dann kam das, worauf ich mich besonders gefreut habe, da ich es schon immer mal versuchen wollte, aber dann doch aus „die Armen Tiere“ Gefühl nicht gemacht habe. Es gab kanadischen Wildfang-Hummer auf Sauce Hollandaise und Cocktailsauce.
Nein danke, wir bekämpfen das Tier alleine. Dankbarer Weise ist die Bedienung nicht der Anweisung des Kochs Gefolgt und hat uns das lebende Tier gezeigt, aber das Angebot den Hummer vorzuteilen, lehnten wir ab.

Hübsch lag er da, mmmm beherzt übernahm mein Mann den Knochenjob und ich stibitzte mir einfach was ich wollte. Hummer schmeckt vorzüglich, zumindest dieser Hummer 🦞. Er hatte Gewürze in sich. Mmmm. Ach ja und dazu Chardonnay. Wir selber holen unseren Wein von Neusiedler See und daher kennen und mögen wir diese Weine. Liebe Grüße nach Golm zum Weingut Allacher.

Der Rotwein- ein Cuveé- leitet die Hauptspeise ein. Ein Rumpsteak auf Risotto mit wildem Brokkoli und Pfeffersauce – zart, das Risotto sehr angenehm – nicht zu sehr zerkocht, der Brokkoli noch leicht bissig und sehr g’schmackig. Der Rotwein, frisch geöffnet hätte einfach noch atmen können, aber er war gut. Auch dieser ist ihr Hauswein, halt der rote…

Immer noch die Aussicht auf das abendliche Drautal genießend, kamen wir zum Abschluss des Genussabends. Eingeleitet mit einer Cuveé Beerenauslese erwartete und ein Überraschungsdessert.

Die Rechnung
…gab es nicht, nicht einmal für die 2 Kaffee!

Die Platte war gefüllt mit Eis -verschiedenste Sorten-, Käsekuchen, Palatschinken, Mangosorbet, Sahne und jede Menge leckerer Früchte.
es blieb nichts, gar nichts übrig.

Fazit:
Es war so lecker und wir fühlten uns hier einfach wohler, als in dem schicken noblem Restaurant. Gut, das Besteck war einfach, sogar verschiedene kleine Löffel, das Essen nicht so poppig elegant, also vielleicht nicht soooo extravagant, aber extra ehrlich, sehr gut und herzlich.

Unsere Bewertung
  • 93 Punkte
  • Essen 45/50
  • Service 20/20
  • Weinkarte 19/20
  • Ambiente 9/10

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