Zerstörte Natur

Zerstörte Natur

29. Oktober 2020 0 Von katrinsonne
FAMILIE 2020🦠

Zuhause ist es doch schöner, als man denkt

Am 9.Oktober, beim morgendlichen spazieren gehen, mussten wir mit ansehen, wie die Kabelgesellschaft mit großem Gerät so nahe an den Bäumen vorbei ging (für ein Kabel!), dass deren Wurzel beschädigt werden mussten.

Hier wurde einfach entlang gegraben
Na klar braucht es eine so breite Schaufel und wir zerstören doch nicht Asphalt!!!

Ich versuchte so schnell wie möglich die Gemeinde zu informieren, vielleicht könnte ich den Baum ja retten?

Dort wurde mir gesagt: „Das wäre die schonende Variante für die Verlegearbeiten, denn eigentlich wollte man an den großen Bäume auf der anderen Seite vorbei und dann wären ja diese zerstört wurden. Aber er wolle sofort vorbei fahren und schauen…“ Ach ja und dazu kam die Erwähnung, dass die großen Bäume in der Nähe der Straße ja stören.

Wir reden hier über eine Fahrradstraße!!!

Wobei die Fahrräder oft lieber den Fußweg verwenden, da die 30 km/h wohl eher eine Richtlinie sind…

Heute der Schock!!!


Ich weiß ja, und es wurde mir auch gesagt, was interessiert mich die Welt, in meinem Garten ist es doch schön?!?

Aber es interessiert mich, warum in Götzis so abgeholzt wird. Diese Gegend konnte man bisher fast noch als Naherholungsgebiet sehen, nun ist sie kahl. Es verschwinden Kugelbäume aus den Anpflanzungen und werden ersetzt mit billigen Sträuchern. Die Anpflanzungen werden oft schon ersetzt, auch wenn sie gar nicht abgeblüht sind und es sind mehrjährige Pflanzen.

Zudem empfinde ich es als Affront, mir zu berichten wie schonend ihr gegraben habt – um dann 3 Wochen später alle Bäume abzuholzen??? Ihr wisst schon, dass wir Eure Arbeitsplätze zahlen und ihr in unserem Namen arbeitet?

Wo zum Teufel kommen unsere Werte hin? Warum sollen wir diesen Unsinn zahlen? Es wird von Grüngebiet gesprochen, obwohl es nicht einmal der Gemeinde gehört und z.T. gar nicht begangen werden kann (Örflaschlucht).

Liebe Gemeinde Götzis!
Wir sind verdammt gerne im Ländle unterwegs, siehe Herbstspaziergang und wir lieben es. Aber wir müssen auch beobachten, dass andere Gemeinden sehr viel mehr Wert auf Natur und Erholung legen.

Schon vor 2 Jahren haben wir uns wegen Baumfällungen beschwert. Da hätte man noch Verständnis haben können, denn die Pappeln sind/ ne waren schon groß. DasS es zur Nachpflanzung kam, bilden wir uns ein, war sicher z.T. unser Verdienst. Komischerweise stören die anderen ebenso großen Pappeln nicht, aber dieses mal reicht eine Info: „Sperre wegen Baumfällarbeiten“ nicht aus.

Hier braucht es viel mehr Transparenz!

Nachtrag, gleicher Tag 8h später

Das Herz blutet. Ich habe den Kahlschlag mal genauer dokumentiert – das war kein Ausholzen, das war Vernichtung unseres Erholungsgebietes.

13 Bäume, was genau heißt, es gibt noch einen wundervollen Baum hier an der Straße.

Mit der traurigen Gewissheit, dass unsere Kindeskinder uns zurecht hassen werden.
Katrin Lusser