@Katrin

Katrin – Musik & kreative Arbeiten

Ich bin ein sehr bunter, kreativer Mensch.

Arbeiten in Schubladen, das tue ich nicht gern – und ich glaube auch nicht daran, mich auf nur eine Ausdrucksform festlegen zu müssen.

Mich interessieren Wege, Geschichten und Gefühle.
Und ja, es gibt ein paar Dinge, die ich besonders gerne tue.

Das Meisennest ist mein Raum für alles, was mit den Händen entsteht.

Hier arbeite ich frei, spielerisch und sehr konzentriert zugleich.
Ich male, zeichne, entwerfe und forme – am liebsten Tiere und kleine Welten, die still sind und doch viel erzählen.

Eine besondere Rolle spielt dabei die Arbeit mit Wolle.

Sie ist ein lebendiges Material, das sich immer wieder neu verhält und aus dem ganz unterschiedliche Dinge wachsen dürfen: Figuren, Bilder, Geschichten und Räume.

Im Meisennest sammelt sich all das, was nicht laut sein muss, um Wirkung zu entfalten.

Es ist mein kreativer Ort – offen, ruhig und voller Möglichkeiten.
Das Meisennest ist für mich kein Projekt, sondern ein Zuhause für Ideen.

Meine Stimme ist auch einer dieser Wege.
Ich schreibe und singe Herzenslieder.

Lieder, die Geschichten erzählen.
Lieder, die Mut machen dürfen.
Und manchmal auch solche, die berühren, still sind oder traurig sein können.

Musik ist für mich kein Auftritt, sondern Nähe. Ein Raum, in dem Gefühle Platz haben dürfen.

Wer möchte, kann hier noch ein Stück weitergehen.

Mein Weg war nicht geradlinig.
Er hat Brüche, Umwege und stille Phasen.
Wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier meine Geschichte –
ehrlich, ungeschönt und in meinem Tempo.
Ich bin ein bisschen über 29 – okay, dieser Satz funktioniert schon seit Jahren nicht mehr.


Aufgewachsen bin ich in der ehemaligen DDR. Dort habe ich den Beruf der Eisenbahntransporttechnikerin erlernt und in Dresden ein Studium begonnen.
Doch mein Weg nahm früh eine andere Richtung. Noch vor der Wende zog ich nach Wien – weniger, um „in den Westen“ zu gehen, sondern eher, um Abstand zu gewinnen.


1992 wurde meine Tochter, ein absolutes Wunschkind, am Tag der deutschen Einheit in Wien geboren. Kurz darauf folgten die Scheidung und eine Zeit, in der ich vieles allein tragen musste. Während ich die Kindergartenschule abschloss, arbeitete ich nachts mit Seidenmalerei – um Material zu kaufen, um meinem Kind kleine Extras zu ermöglichen, um nicht aufzugeben.


Im Jahr 2000 führte mich mein Weg nach Vorarlberg. Ich wechselte nicht nur die Region, sondern auch die Sprache, das Umfeld und schließlich den Beruf. Über Buchhaltung und Verkauf landete ich in der IT. Erst als Trainerin, dann in der technischen Dokumentation, zuletzt als Seniorentwicklerin.


Dann kam der Bruch.


Meine Psyche streikte. Ich zog mich zurück, wurde zu früh wieder in den Alltag geschickt und begann noch einmal neu – diesmal als Praktikantin. Fachlich war ich gut. Menschlich war ich oft zu offen, zu wenig geschützt.


Ich arbeitete offiziell 80 %, fühlte mich aber wie bei 120. Parallel wurde mein Mann psychisch krank. Ich versuchte zu stützen, zu halten, zu funktionieren. Corona, Homeoffice, Dauerstress. Und seit 2016: Schmerzen. Immer mehr.


Ein Sabbatical brachte mir das Leben zurück.
Doch danach wurde alles zu viel – Arbeit, Schmerzen, Schlafmangel.


Aus.


Aber ich bin noch hier.
Kleiner vielleicht. Ruhiger. Verletzlicher.
Und doch wieder mit Hoffnung.


Heute träume ich nicht mehr von Karriereschritten, sondern davon, gut mit mir zu sein.
Ich freue mich, wenn meine Kunst berührt oder ein Lächeln schenkt.
Und ich hoffe, dass ich davon – und damit – leben kann.


Thema meines Lebens: Leben im Schmerz.
Und trotzdem: Leben.

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