Lissabon und einige Überraschungen
13. November 2022 0 Von katrinsonne8 Spots
Heute habe ich, ich gebe es zu, ein wenig gedrängelt in der Früh. Es war ja ab 14:00 Uhr Regen angesagt und ich wollte doch, dass wir ein wenig von der Stadt auch sehen. Doch bevor wir auf der Küstenstraße N247 Lissabon erreichten, gab es einige Überraschungen.

Zuerst (1) die Küste. Sie war wie eine Miniatur voller Steilküsten-Felsen. Ok, komisches Wort. Aber die Felsen waren maximal hüfthoch und doch in ihrer Form, wie die großen. Und es waren die ganze Strandlänge entlang diese Felsen. Da kam die Gischt schon auch leichter hinüber. Ich hatte Glück bei meinem Fotoshooting 😉. Kaum war ich weg, schwappte die Welle über.
Dann die ersten Städte (2). Cascais, Estoril, die waren sehr schön und ich denke hier zu wohnen ist toll. Doch kaum waren wir ein wenig um die Ecke gefahren – 3 – war das Wasser völlig ruhig. Eben noch am Strand in Estoril waren noch gefühlte 100 Surfer im Wasser. Ehrlich die waren so dicht gedrängt, wenn einer eine Welle erwischte, dann musste er an vielen Köpfen vorbei. Jedenfalls war es plötzlich ruhig. Das war überraschend und auch, dass das Wetter so gut mitspielte. Belem (4) war beeindruckend mit schönen und kunstvollen Gebäuden und Designs (keine Ahnung was die zum Teil sollten).
Schwupp waren wir in Lissabon und ups ganz vorne. Ich bat Michi schnell zu halten, da ich nichts mehr sah, Salz war wohl im Auge, und ihm helfen wollte. Wo stehen wir? Vor dem Verteidigungsministerium (5). Es parkte dort niemand 🧐🤔. Ich verstand das nicht, war toll, eine wunderbare Aussicht und Wiese und Sonne. Als 2 Polizeiautos etwas hinter uns parkten, wurde Michi nervös. Okay wir haben schlechte Erfahrungen. In Frankreich hatte uns auch schon jemand gemeldet und da kam die Polizei mit Blaulicht an . Wahrscheinlich hatten sie dort, von einem Einheimischen gemeldet, Terrorist statt Tourist verstanden. Diese Polizisten hier blieben jedoch genauso ruhig und wir tranken unseren Kaffee gemütlich fertig.
Dann fuhren wir einen Supermarkt an, um hier unseren Sunny zu Ver- und Entsorgen. Ich ging schnell in den Markt und freu mich noch, dass ein Euro und Uhr mit Handy alles ist, was ich brauch. Übrigens wir brauchen ca. 6l Trinkwasser täglich. Ich sah wirklich keine großen Einkaufswagen und im Markt hatten alle die Platiktrollis. Ich nahm also auch solch einen. An der Kasse dann. Ich kann den Trolli doch mit zum Auto nehmen? Ein böser Blick lässt mich erstarren, nein. Und dennoch werden meine Einkaufssachen gescannt. Ich stehe ratlos da. Ich kann doch das nicht auf dem Arm raustragen? Mit Blitzen in den Augen, bekomme ich eine portugiesische Antwort. Eine andere Kassiererin hat wohl Mitleid. Sie besorgte mir einen großen Einkaufswagen und schob ihn mir zu. Ich bedanke mich freundlichst und räum mein Zeug ein. Während meine Kassierin mein Brot aus dem zerrissenen Säckchen umräumen will. Ich springe dazu und will es selber tun, ist ja mein Gebäck, aber Pfeile und Harpunen verbannen mich. Nun will ich meine Uhr zur Zahlung aktivieren, da verlangt die ein Softwareupdate. Jetzt werde ich dann doch langsam selber nervös. Doch das Blatt wendet sich, mein Handy hat das erste Mal die neue Kreditkarte akzeptiert und die Zahlung erledigt. Ich bedanke mich trotzdem nochmal und Ernte einen Eisstrahl. Doch bevor der mich wirklich trifft, nehme ich die anderen Menschen wahr. Keiner ist genervt oder schaut böse. Ein sehr freundlicher aufmunternder Blick eines Mannes lässt mich dann echt lächeln. Hey, das war nur eine einzige Person und die hatte heute einfach einen sehr schlechten Tag. So kratze ich die vereiste Asche von mir zusammen. Hab gelernt. Schau nicht nur auf den Gegenüber, nimm die Menschen drumherum auf. Das Gift des einen ist nicht unbedingt für dich.

Der Säbelschnäbler ist ein Vogel der schlammigen salzhaltigen Gewässer im Uferbereich. Er kommt ebenso an den Küsten Mitteleuropas vor wie in der asiatischen Steppe. Nach erfolgter Jungenaufzucht im Juni ziehen die Jungvögel schon im September in die Überwinterungsgebiete in Frankreich, Portugal und Senegal. Die Altvögel mausern im Wattenmeer und folgen im November nach. Besonders wichtige Mauserplätze sind der Jadebusen und das Schlickwatt bei Rømø. Ab Ende März kann man Säbelschnäbler wieder bei uns im Watt beobachten.
Den angepeilten Schlafparkplatz (6) bei einem Park, fanden wir, zwischen lauter „lost places“, gruslig. Klar beim Park war es schön, aber wir fühlten uns unwohl. Die letzten Häuser bestimmt 500m entfernt waren wirklich ziemlich runter gekommen. Mmm, was tun? Regen war angesagt, aber noch nicht da. Ach, wir fuhren einfach weiter, auf unser Glück vertrauend.
Dann die Nummer 7. Neugierig?
Erst sehe ich auf einem Feld in einer Länge Störche auf einem Feld, also minimal 50. Begeistert schaue ich noch nach hinten und dann … ein Feld voller Flamingos. Aber echt jetzt?

Stopp
Das war nicht nur ein Feld, es waren 2 riesige Ackerfelder, wo das Wasser sehr hoch stand, voller Flamingos 🦩 und schwarzer Ibise. Katrin verlangt einen Stopp ✋. Egal ob das hier ne große langweilige schnelle Straße ist. Zum Glück gibt es einen Seitenstreifen. Und der war dann der Aufenthaltsort für bestimmt 45min.

Man hörte zwischen den „Ohh“ und „Aaaa“ nur das gleichmäßige Klicken der Warnanlage. Jetzt braucht euch Michi nicht leid tun! Es gab immer mehr Autos, die da stehen blieben und Menschen, die fotografierten. Ganz offensichtlich ist das nicht so oft der Fall.

Etwas später sahen wir noch was Überraschendes. Auf den Hochspannungsmasten waren Storchennester. Nicht eines, nein, gleich richtig viele, so 6-10 pro Mast. Das war nur für eine kurze Strecke, dann waren die Masten wieder steril wie immer.
Nun, die 8 ist der Ort wo wir nun stehen, Alcochite.









Ist zwar ziemlich in der Stadt, aber wir haben keine Wahl. Es gibt hier kaum Parkplätze und auch keine Stellplätze oder Campingplätze. So stehen wir nun einfach bei der Promenade und hoffen, dass das in Ordnung geht. Das Tolle aber ist, wir haben einen genialen Ausblick auf Lissabon und seine Brücken. Dabei geht die Sonne, zwar von Wolken bedeckt unter. Also wenn die Großstätte soweit entfernt sind, finde ich das schon wunderschön.

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