Das Merinoschaf

Das Merinoschaf

6. November 2025 0 Von katrinsonne

Das edle Feinfaser-Schaf


Jonatans Herde

Sulzberg, Bregenzerwald, Vorarlberg

Charakter & Eindruck

Die drei Merinos – Jonatans neue Herausforderung

Jonatan ist seit diesem Jahr auch stolzer Besitzer von drei Merino-Lämmern. Sie sind gemütlich, ein kleines bisschen scheu – und von der Größe her passen sie im Moment ganz wunderbar zu den Steinschafen.

Allerdings sind sie schon jetzt deutlich dicker.
(Entschuldigt, ihr Süßen. Natürlich ist nur euer Fell dicker.)

Bei der Schur zeigte sich dann aber endgültig, dass die Merinos eine andere Liga sind.

Die schlanken Steinschafe konnte Jonatan bisher einfach auf den Arm nehmen, wenn er sie zum Friseur tragen musste.

Bei den Merinos?

Keine Chance.
Viel zu schwer, viel zu stark – einfach richtige Kraftpakete.

Seine Mama, die tapfer den Job des Festhaltens übernommen hat, durfte das am eigenen Leib spüren. Ich bin mir ziemlich sicher, sie ist jetzt offiziell bereit fürs nächste Rodeo.

Und trotzdem – ich sah, wie sie eins der Schafe umarmte, als es endlich ruhig wurde, und dabei lächelte.

„Sonst sind sie gar nicht so zutraulich“, meinte sie.

Es war einer dieser Momente, in denen man merkt, dass sie Schafe wirklich liebt.
Ich glaube allerdings, dass Jonatan selbst noch nicht ganz weiß, wie er zu diesen drei Merinos gekommen ist.
Aber eines ist sicher:

Sie werden ihn noch ein bisschen herausfordern.

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Über die Rasse, ihren Ursprung & die Erhaltung

Herkunft & Geschichte

Das Merinoschaf stammt ursprünglich aus Nordafrika (vermutlich aus Berber-Schafen), gelangte im Mittelalter über Spanien nach Europa und wurde dort zur feinsten Wollrasse der Welt gezüchtet. Jahrhundertelang war Merinowolle ein Staatsgeheimnis Spaniens – der Export war sogar verboten.

Erst im 18. Jahrhundert kamen Tiere nach Deutschland, Österreich und Australien, wo sie weiterentwickelt und verfeinert wurden.
Heute ist das Merino in vielen Ländern verbreitet – vom kühlen Neuseeland bis zu den Alpen.

Aussehen & Charakter

  • meist weiß, manchmal leicht cremefarben
  • Wolle sehr fein, dicht, elastisch und stark gekräuselt
  • Haut oft leicht faltig (besonders bei Zuchtlinien aus Australien)
  • ausdrucksstarke Augen, weiches, freundliches Gesicht
  • Hörner meist nicht vorhanden bei den heutigen Zuchtlinien (ursprünglich schon)

Merinos gelten als sanftmütig, ruhig und zutraulich – sie sind echte Herdentiere, sehr sozial und an Menschen gewöhnt.
Viele Schäfer beschreiben sie als „weise, geduldige Wesen“, die kaum aggressiv werden.

Wolle & Eigenschaften

Merinowolle ist weltweit bekannt für ihre außergewöhnliche Feinheit.

Die Fasern sind:

  • weich und kaum kratzend (unter 20 Mikrometer)
  • atmungsaktiv, wärmeregulierend (wärmt im Winter, kühlt im Sommer)
  • elastisch und formstabil
  • antibakteriell (nimmt Gerüche kaum an)
  • sehr lanolinreich, dadurch wasserabweisend und geschmeidig

Ein Schaf liefert etwa 4–6 kg Rohwolle pro Jahr, die jedoch stark entfettet werden muss. Nach dem Waschen bleiben ca. 2 kg reine Wolle übrig.

🪶 Verwendung

Merinowolle ist die feinste aller Schafwollen und wird hauptsächlich verwendet für:

🌾 Besonderheiten

  • Merinos müssen regelmäßig geschoren werden – sie können nicht mehr selbst abhaaren.
    Ein ungeschorenes Schaf würde unter der Wolle leiden, daher ist die Schur für sie wichtig.
  • Sie fühlen sich wohl in milden, trockenen Lagen mit viel Weidefläche.
  • Merinowolle kann bis zu 30 % ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen.

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Vlies- und Wollmerkmale

Wolltyp

Feinwolle (eine der feinsten Wollqualitäten weltweit)

Farbe der Wolle

meist weiß/cremeweiß (selten braun oder grau bei speziellen Linien)

Stapellänge (cm)

6 – 10 cm (feinere Linien eher kürzer, kräftigere Linien bis 10 cm)

Lockenart

fein gekräuselt, sehr gleichmäßige Crimps, mit natürlichem Glanz

Vliesgewicht (nach Schur)

hoher Lanolingehalt, sehr weiche Haptik
(Vliesgewicht je nach Linie meist 3–6 kg)

Fettgehalt / Griffigkeit

Lanolinreich, fettig-weich im Griff

Verwendung / Eignung

Nass- & Nadelfilzen (sehr gut)
Handspinnen
Feine Garne, Kleidung
Walkstoffe
Sanfte Mischungen für Babytextilien
Weniger geeignet für Teppiche (zu fein, zu wenig abriebfest)

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Der Weg der Wolle

Anhand von dem Lämmlein Milli möchte ich euch nun den Ablauf von der Schur bis zum Fließ einmal zeigen.

Das ist Lämmlein Milli. Anhand Von ihr möchte ich euch nun den Ablauf von der Schur bis zum Fließ einmal zeigen.

Das erste Schaffell aussortieren

Millis Wolle sortieren – ein Vormittag auf der Terrasse

Heute soll es warm werden – ein guter Zeitpunkt, um die Merinowolle von Milli zu sortieren. Auf der Terrasse lässt es sich am besten arbeiten. Sobald die Sonne bei uns über den Berg schaut – so gegen 9:30 Uhr – beginne ich damit, Millis Wolle auszubreiten.

Die Waage verrät es: über zwei Kilo. Ein riesiger Berg auf dem Tisch, und zugeordnet ist da gar nichts mehr. Aber ich mache es mir einfach: Ich sortiere nur nach Verschmutzungsgrad und Länge. Die ganz kurzen Teile kommen extra.

Ich greife in den butterweichen Haufen hinein und erwische gleich einen weißen Strang. Nur einmal auseinandergezupft – und schon habe ich eine ganze Hand voll wunderschöner Wolle. Das macht Mut.

Nach einer Stunde muss ich mich hinsetzen. Es zieht sich. Die Wolle fühlt sich so samtig an – dick, weich und warm. Der Schmutz macht mir nichts aus, denn sie stinkt überhaupt nicht.

Mit dem ersten Griff hatte ich wirklich Glück. Das war einer der besseren Bereiche von Millis Vlies. Dort, wo die Wolle noch halbwegs am Strang hängt, sortiert es sich leicht. Aber es gibt auch viel Zerrupftes. Manchmal entdecke ich schöne, längere Wollteile, doch die lösen sich sofort wieder, weil Jonathan beim Scheren zwischendurch geschnitten hat. Ich sammle trotzdem energisch all diese kleinen, feinen weißen Stücke heraus – sie sind der weißeste Teil des ganzen Vlieses.

Die Merinoschafe – und Milli mittendrin – waren ordentlich schmutzig, aber das ist klar: Auf der lanolinreichen Wolle bleibt alles kleben. Innen im Vlies ist es strahlend weiß.

Als mein Mann zu Mittag nach Hause kommt, bin ich immer noch dran – aber fast fertig. Ich lasse ihn auch einmal hineingreifen.

Und dann passiert etwas, das ich so schnell nicht vergesse:

Ich greife wieder tief in den Stapel – und plötzlich fährt mir etwas spitz in den Finger. Ein Stück Holz, komplett mit Dornen, hatte sich im Vlies versteckt. Natürlich steckt sich der Dorn sofort schön tief drinnen.

Ich renne zum Zaun, um meinen Mann zu stoppen – schließlich war er gerade im Begriff zu fahren – aber er rollt seelenruhig davon, ohne meinen „Hilfe!“-Blick zu sehen.

Der Dorn musste also warten.

Milli hat ganz sicher nichts davon bemerkt. Das Ding klebte am äußersten Rand im Dreck.

Ach ich bin total begeistert von der soften Wolle.

Die Sonne wird stärker, die Terrasse wird warm, meine Hände glänzen vom Lanolin.

Um 14:00 Uhr bin ich mit dem Sortieren durch. Vier Stunden!

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Waschtag

Millis Vlies: sauber. Mein Boiler: leer.

Ohne Pause bereite ich die Wäsche vor. Ja, ich weiß – dumm, denn ich werde es heute Abend spüren. Aber ich bin neugierig.

Auffällig ist: Ich muss mindestens zweimal waschen und erst dann spülen. Millis Merinowolle ist viel schmutziger als die Montafoner Steinschaf-Wolle. Sobald ich sie auf den Ständer lege, wirkt sie wieder ganz schmutzig. Ich zweifle schon, ob das jemals sauber wird.

Ich wasche alles: von der schöneren Wolle bis hin zur absolut schmutzigen, ekligen. Ich bin geizig – sogar die kleinsten Schnipsel wasche ich.

Und dann kommt die Überraschung:

Die richtig schmutzigen, plattgedrückten, klebrigen Bereiche lösen sich im heißen Bad wunderbar. Manche Fasern sehen am Ende sogar besser aus als die hellen. Die kleinen Schnipsel sind richtig weiß. Wenn ich sie ins Wasser lege, entsteht ein Sud wie Cremesuppe – irgendwie eklig und gleichzeitig schön.

Die Arbeit zieht sich. Es sind viel mehr Waschgänge nötig – und doppelt so viel Wolle wie beim Steinschaf. Nach weiteren vier Stunden kann ich mich kaum mehr bewegen. Mein Rücken tut weh, aber ich habe es geschafft.

Alles liegt auf den Trockenständern. Im Ofen brennt das Feuer, der Lüfter bewegt die warme Luft darunter.

Ich frage mich: Warum mache ich mir eigentlich so einen Druck?

Und gleichzeitig bin ich schon wieder neugierig, was ich aus all diesen unterschiedlichen Wollqualitäten von Milli machen kann. Aber nein – heute nicht mehr! Heute will ich in die Badewanne.

Ups.
Das geht nicht. Ich habe unseren gesamten 200-Liter-Heißwasserboiler verbraucht. Fürs Spülen brauche ich so viel heißes Wasser – aber keine Angst, ich nutze keine scharfen Mittel. Jetzt muss ich eineinhalb Stunden warten, bis der Boiler wieder heiß ist.

Aber eins ist klar:
Ich WILL heute noch in diese Badewanne.

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Die gewaschene Wolle wieder auflockern

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Vom Winde verweht

Heute gab es viel zu tun. Mitte November, über 20 Grad – und einen ordentlichen Fön Sturm.
Perfektes Wetter, um Wolle zu trocknen.

Ein Glücksfall, denn die Merinowolle wollte einfach nicht trocken werden. Während die Steinschaf-Wolle schon lange fluffig und luftig war, hielt die Merinowolle die Feuchtigkeit fest wie ein Schwamm.
Also verpackte ich alles zwischen Fliegengitter, Mesh und aufgeschnittenen Wäschesäcken.

Ich durfte wirklich keinen Spalt offen lassen! Einmal riss der Wind sogar zwei Kluppen ab, und die Wolle lag plötzlich frei.

Mir rutschte das Herz in die Hose.

Zum Glück war genau dieser Teil noch so nass, dass er kleben blieb.

Gegen drei Uhr am Nachmittag hatte ich die ersten Bereiche trocken. Die Zeit bis dahin verging im Flug, denn der Garten hatte mich in letzter Zeit kaum gesehen. Und sobald die Wolle trocken war, begann ich, sie auseinanderzuzupfen – und es wurde mehr.

Und mehr.

Und noch mehr.

Neugier

Eine ganze Kiste voll, und damit ging es direkt zur Kardiermaschine.

Ich hätte nie gedacht, dass dieses winzige, zerfledderte Material, das ich da hineingesteckt hatte, überhaupt ein Vlies ergeben würde. Es sah so unscheinbar aus.

Auf der vorderen Trommel wirkte es erst ziemlich chaotisch. Aber dann – wie schon einmal zuvor – überraschte mich die Maschine.

Als ich das fertige Vlies sah, musste ich lachen. Eine wunderbare Merino-Lammwolle, weich, cremig, seidig. Meine Hände fühlten sich samtig an vom Lanolin – ich kenne den Fachbegriff nicht, aber es ist ein Gefühl wie eingecremt werden, nur besser.

Ich ließ jedes Vlies zwei- bis dreimal durchlaufen. Zwischen dem zweiten und dritten Durchgang merkte ich kaum noch einen Unterschied – dafür war schon alles zu schön gleichmäßig.

Aus der ersten Kiste entstanden zwei große Vliese. Ein hoffnungsvoller Anfang. Selbst mein Mann war überrascht, denn zuvor sah die Wolle immer noch irgendwie grau, staubig und fragwürdig aus.

Für die zweite Kiste saß ich dann fast drei Stunden. Herausgekommen sind sieben Vliese – sieben wunderschöne, herrlich duftende Rollen.

Da musste ich sofort mein Gesicht hineindrücken. Das Lanolin macht die Haut weich, und der Duft ist einfach nur naturpur.

Jetzt ist es 23:00 Uhr. Ich arbeite seit ungefähr 15:00 Uhr – abzüglich der kurzen Pausen also mindestens sieben Stunden.
Und eines muss ich sagen: Es ist harte, zeitraubende Arbeit. Aber es ist auch eine der angenehmsten Arbeiten überhaupt.

Man erschafft etwas. Man verwandelt Rohes in einen Rohstoff.

Das macht stolz.

Oft dachte ich heute daran, dass früher die Frauen wahrscheinlich genau solche Arbeiten machten, wenn es abends dunkel wurde und der Winter kam.

Es ist anstrengend, ja – aber auch befriedigend. Und wenn aus dieser Wolle später noch schöne Dinge entstehen, wird daraus ein ganzer Kreislauf. Eigentlich sogar ein Geschenk von den Schafen selbst.

Ich habe noch viel Wolle zu zupfen, aber dank meiner elektrischen Kardiermaschine bleibt mir wenigstens die schwerste Arbeit erspart. Und ja – ich weiß, man könnte auch mit der gezupften Wolle direkt weiterarbeiten. Aber für mich fühlt sich ein Vlies einfach besser an.
Ich muss fast Abbitte leisten: Während des Sortierens habe ich oft geflucht, weil so viel Wolle so zerfleddert aussah.

Jetzt, nach heute, sehe ich das viel gelassener.

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Wolle auflocken und kardieren – Teil zwei 

Ich habe wieder jede freie Minute genutzt, um die gewaschene Merinowolle aufzulockern. Zwischendurch hat mich zwar der Garten verschluckt, aber insgesamt saß ich gestern gut vier Stunden über diesen komprimierten, nach dem Waschen fast plattgedrückten Wollteilen.

Am Anfang sehen sie in diesem Zustand ja oft noch ein bisschen schmutzig aus – die Spitzen kleben zusammen, und in diesen kleinen Knäueln hängen oft noch Reste von Dreck. Sobald man aber beherzt an der luftigen Seite zupft, löst sich alles auf, und selbst die Spitzen werden plötzlich sauber und fluffig. Bei den gut sortierten Stücken funktioniert das fast magisch.

Doch dann kamen die anderen Stapel – die Reste der richtig verschmutzten Wolle. Abgestuft, von „bestimmt gute Wolle, aber so dreckig, dass sie nicht kontrolliert werden kann“ bis hin zu „alles, was ich beim Sortieren nicht guten Gewissens wegwerfen wollte: Bauch, Füße, dicht verfilzte Stellen, sogar die letzten dreckigen Fitzel“.

Ich hab alles versucht aufzulockern. Bei manchen Spitzen ging’s gut, bei anderen waren sie so trocken und brüchig, dass sie einfach abrissen.

Trotzdem bin ich sicher, dass einiges davon gut verwendbar ist. Wolle vom Bauch, vom Fuß, wirklich jedes noch so letzte schmutzige Stück ist durch meine Hände gelaufen.

Und dann gab es noch meine berüchtigte „Creme-Suppe“ – eine ganze Kiste voll winziger Wollstückchen. Viel mehr als ein paar Minireste. Die Fasern sind so klein, dass ich sie nicht mehr greifen konnte, geschweige denn auseinanderziehen. Ich habe es wirklich probiert, aber da ging einfach nichts mehr. Also liegen sie jetzt gesammelt in dieser Kiste, und ich werde testen, ob die Kardiermaschine sie überhaupt annimmt. Realistisch gesehen wahrscheinlich nicht – aber vielleicht überrascht mich die kleine Kiste ja doch noch.

Aber jetzt ist jedes Stück Wolle vorbereitet und bereit fürs Kardieren. Allein für Melli habe ich an diesem Auflockern über acht Stunden gesessen. Es ist ein ruhiger Job, den man nebenbei machen kann, aber er zieht sich eben. Dafür habe ich diesmal bewusst weniger Zeit in die Vorsortierung gesteckt. Für Merino macht das wirklich Sinn – die Menge ist ja riesig.

Jetzt bin ich gespannt, wie sich diese letzte, eher heikle Wolle kardieren lässt. Es bleibt spannend.

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Endspurt – Kardieren, die Wolle wird zu Vlies

Die Auswahl, welche gezupfte Wolle ich zuerst zum Kardieren verwende, ist ganz einfach: die sauberste und wahrscheinlich am besten funktionierende. Von dieser Sorte habe ich die sieben wunderschönen Vliese von gestern – also beginne ich mit dem Rest dieser Wolle.

Es entstehen noch zweieinhalb sehr schöne Vliese. Doch dann habe ich in der Kiste gemerkt, dass sich ein Teil der schlechteren Wolle hineingeschummelt hatte. Die Neugier war groß, denn ich wusste, dass in diesem Teil sehr viele einzelne Flocken drin sind. Sie war beim Waschen so sauber geworden, dass ich sie tatsächlich zu der guten Wolle dazugelegt hatte.

Die Maschine rattert. Das Vlies lässt sich am Ende etwas schwerer abnehmen, weil es leichter zerfällt, und auf der großen Walze bleiben einige Flecken zurück. Dennoch ist das Ergebnis überraschend schön geworden. Ich jage es noch zweimal durch die Maschine, dann wirkt es gleich noch ein bisschen ordentlicher. Ich denke, das wird funktionieren – und es ist wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, wie verschmutzt diese Wolle vorher war. Man hätte ihr nie angesehen, was daraus werden könnte.

So gewinne ich erst einmal drei Vliese, die wahrscheinlich sehr gut geeignet sein werden für Tierkerne oder …? Auch das werde ich noch herausfinden.

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Erste Arbeiten mit der gewaschenen Rohwolle

Hier sind die Probelappen der verschiedenen Qualitäten.

Ach, und das Lämmlein muss sein. Für die Augen brauche ich aber „fremde“ Wolle.

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Faktencheck

Milli

Wollgewicht nach Schur

Restesack nach Schur

Stapellänge

Vliesgewicht & Locken

1500g

550g

max. 6cm

A-E Qualität: 1080g
nicht nutzbar: 200g

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Und so beginnt das zweite Leben der Wolle

Was einst auf der Weide stand, wird hier wieder lebendig – als Filz, als Figur, als Geschichte.

Bildunterlage mit B Qualität (mit Seidenfarbe bemalt)
Merinolammschal (🥰) aus A Qualität
„Die Wolle des Merinos ist wie ein Gedicht – sanft, still und voll innerer Wärme.“